Ihr Warenkorb

Ihr Warenkorb ist derzeit leer.

Schau dir unsere Kollektionen an

Der Design Prozess der Doppio Bauhaus Inspired

Der Design Prozess der Doppio Bauhaus Inspired

Ein Gespräch mit Maximilian, dem Designer hinter der Doppio Bauhaus Inspired, über Bauhaus-Prinzipien, funktionale Schönheit und den kreativen Prozess hinter den Uhren.

Hinter jedem sorgfältig gestalteten Objekt steckt ein Prozess aus Beobachtung, Verfeinerung und Designentscheidungen, die für die Person, die es trägt, oft verborgen bleiben. Die Doppio Bauhaus Inspired setzt MONDAINEs Auseinandersetzung mit Klarheit, Geometrie und funktionalem Design fort und greift dabei Prinzipien auf, die tief im modernistischen Denken verwurzelt sind. Wir haben mit Maximilian, dem Designer hinter der Uhr, gesprochen, um zu verstehen, wie die Idee entstanden ist, welche Einflüsse ihre visuelle Sprache geprägt haben und wie Einfachheit und Präzision im finalen Objekt zusammenfinden.

MONDAINE: Was hat dich ursprünglich dazu bewegt, Objekte zu gestalten, und wie führte dein Weg zum Uhrendesign?
Maximilian:
Ich bin in Zürich aufgewachsen, wo Uhren fest in der Schweizer Kultur verankert sind. Meine Grundlage entstand an der Goldschmiede- und Uhrmacherschule in Pforzheim, wo ich die Disziplin des Handwerks durch Material, Gestik und das Arbeiten von Hand gelernt habe. Später an der HEAD – Genève, mit Spezialisierung auf Uhrendesign, habe ich die Prozesse und Denkweisen hinter dem Objekt noch intensiver kennengelernt. Von dort aus fühlte sich mein Weg in die Schweizer Uhrenindustrie ganz natürlich an.

MONDAINE: Wenn du ein neues Projekt beginnst – welche Frage stellst du dir als Erstes, bevor der Designprozess startet?
Maximilian:
Die erste Frage ist immer ganz einfach: Warum sollte dieses Objekt existieren, und welche Bedeutung wird es für die Person haben, die täglich damit lebt? Ich glaube, dass nützliche Objekte zugleich zutiefst schön sein können – und dass Schönheit oft aus Klarheit entsteht. Bei der Doppio Bauhaus Inspired bedeutete das, sorgfältig über die Trägerin oder den Träger, den Kontext und darüber nachzudenken, wie sich die Uhr zugleich unmittelbar und zeitlos anfühlen kann.

MONDAINE: Die Bauhaus-Philosophie wird oft mit „Form follows function“ zusammengefasst. Wie beeinflusst dieses Prinzip deine heutige Herangehensweise an Gestaltung?
Maximilian: Das Faszinierende am Bauhaus ist, dass es nie nur ein Stil war. Es war eine Denkweise, geprägt von grosser Klarheit in Bezug auf Zweck, Proportion und modernes Leben. Mehr als ein Jahrhundert nach seiner Gründung im Jahr 1919 ist das noch immer relevant. Für mich bedeutet „Form follows function“ nicht Strenge oder Nüchternheit, sondern dass jede Linie, jede Fläche und jedes Detail einen Grund haben sollte.

MONDAINE: Farbe kann die Wahrnehmung eines Objekts komplett verändern. Wie gehst du mit Farbe um, wenn du etwas gestaltest, das zeitlos bleiben soll?
Maximilian: Im Gegensatz zu vielen digitalen Produkten, die von ständigen Updates geprägt sind, besitzt eine Uhr eine beruhigende Beständigkeit. Sie begleitet jemanden über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg, während sich das Leben um sie herum verändert. Deshalb muss Farbe mehr leisten, als nur im Moment Aufmerksamkeit zu erzeugen – sie muss Emotion mit Zurückhaltung transportieren. Bei der Doppio Bauhaus Inspired wollte ich den Optimismus und die Klarheit der Bauhaus-Farbwelt aufgreifen, aber auf eine Weise, die zugleich ruhig und langlebig wirkt.

MONDAINE: Was war die ursprüngliche Idee oder der Ausgangspunkt für die Entstehung der Doppio Bauhaus Inspired?
Maximilian:
Der Ausgangspunkt war die Vorstellung des Bauhauses als Ort radikaler Klarheit und kreativer Freiheit. Weimar wirkte fast wie eine Insel neuer Denkweisen – ein Treffpunkt von Kunst, Handwerk und moderner Industrie. Mich interessierte es, diesen Geist in die Doppio zu übersetzen – nicht als historisches Zitat, sondern als etwas Lebendiges in der Gegenwart.

MONDAINE: Die Uhr führt markante Elemente wie die Doppellinien-Zeiger und Indizes sowie subtile geometrische Referenzen auf dem Zifferblatt ein. Wie haben sich diese Elemente im Designprozess entwickelt?
Maximilian:
Mich interessierte es, die Dominanz der Zahlen etwas aufzulösen und eine offenere, grafischere Darstellung der Zeit zu schaffen. Die Doppio bot bereits eine starke Grundlage durch ihre Einfachheit, ihre Dualität und ihre materielle Klarheit – besonders in Stahl und Glas. Innerhalb dieses Rahmens wurde das Zifferblatt zu einer Art Kompositionsfläche, auf der geometrische Bauhaus-Referenzen mit Leichtigkeit und Präzision eingeführt werden konnten.

MONDAINE: Wenn du heute auf die fertige Doppio Bauhaus Inspired blickst – auf welches Detail bist du persönlich am meisten stolz?
Maximilian:
Am meisten freut mich die Balance. Die Uhr trägt Farbe und Geometrie auf eine Weise, die ausdrucksstark wirkt, aber nie überladen. Sie hat Präsenz und bleibt dennoch ruhig. Dieses Gefühl von Zurückhaltung ist mir wichtig, weil es der Uhr erlaubt, zugleich charakterstark und angenehm im Alltag zu sein.

MONDAINE: Gutes Design wird im Alltag oft fast unsichtbar. Wenn jemand diese Uhr viele Jahre trägt – was hoffst du, wird die Person weiterhin daran wahrnehmen oder schätzen?
Maximilian:
Ich hoffe, dass die Details immer wieder neu entdeckt werden. Gutes Design offenbart sich oft langsam. Und vielleicht wird die Uhr mit der Zeit auch zu einer stillen Erinnerung daran, dass unser Verständnis von Zukunft immer davon geprägt ist, wie aufmerksam wir die Vergangenheit betrachten.

Entdecke die Kollektion!

Mehr über Maximilian erfährst du hier.

Vorheriger Artikel
Nächster Beitrag